Sägewerk Buche – Innovation aus Tradition

Nicht ein „fünfeckiges“ Brett ist die Innovation im Sägewerk Buche sondern die Harmonisierung der Sortierung. DIN/EN 975-1, EOS, FAS und dergleichen tragen nicht zur Vereinheitlichung bei. So haben wir mit unseren Kunden gemeinsam ein Gebrauchs- Sortierung für den Möbelbau aufgesetzt. So wird diese Klassifizierung das erste mal publiziert und in Vorträgen etwa nächstes Jahr in Rosenheim weiter verfeinert:

Gedämpftes Buchenholz wird aus Blochen mit einem Mittendurchmesser von 50 cm und mehr erzeugt. Sie gehören der Güteklasse B an, wobei rund 10 Prozent an A mitgeht. So weisen sie auch keinen Farbkern auf. Dabei handelt es sich um mildes Holz, das also auch keine Spannungsrisse beim Dämpfen bekommen hat. Dieses kammergetrocknete Holz wird blockliegend alle halben Meter gestapelt, sodass die Luft gut zirkulieren kann und den Mikroorganismen keine Chance in einem feucht-warmen Milieu geboten wird. Diese Exportqualität wird in 40 Fuß Containern zu 450 Eur ab Werk verkauft. Für die Container-Verstauung wurde ein gebrauchter Traktor mit einer eigens angefertigten Stange vorne nötig und gekauft. In einer eigenen Sortierstation wird jedes Brett von Holztechnikern aus Rosenheim oder Kuchl auf beiden Seiten inspiziert. Das fertige Paket wird vermessen, in der Paketliste vermerkt und mit einer Schablone das Namenszeichen des Sägewerks Buche angebracht. Die Stirnseite wird mit einem Lack aus optischen Gründen noch blau überzogen. Natürlich darf dann auch nicht die Folie und der Kantenschutz fehlen. Fest verzurrt wartet sodann das Paket auf seine Abholung. Das erfolgt alles auf einem überdachten Platz auf Asphalt. Das meiste Holz wird so für Arbeitsplatten in der Küche oder bei Bettgestellen in der Schlafzimmerindustrie verwendet. Folglich sind die angeschafften Trockenkammern und Dämpfgruben mit der Exportqualität ausgelastet. Der anfallende Rest wandert in die heimische Palettenindustrie, wo der Rotkern kein Ausscheidungsmerkmal ist. So schneidet ein typisches Sägewerk Buche rund 20.000 Kubikmeter ein und beschäftigt durchschnittlich rund zehn Mitarbeiter. Daneben wird meist Hainbuche, Eiche und Ahorn noch verarbeitet.

So kann mit der Massenbaumart Buche gutes Geld umgesetzt werden, wobei als Hauptforderung gilt, wenig kerniges Rundholz aus den Wäldern und das gleichmäßig übers Jahr geliefert zu bekommen. Das dürfte für die Forstwirtschaft kein unlösbares Problem sein, stockt die Buche doch auf fast einem Fünftel unserer Waldfläche. Wenn wir übrigens von Buche sprechen, meinen wir dabei immer die Rotbuche.

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