Sichtschutzzäune pflegen

Sichtschutzzäune sind aus gutem Grund populär in deutschen Gärten. Sie schützen vor neugierigen Passanten und je nach Umfang auch vor all zu starken Witterungsverhältnissen, zum Beispiel aus Windfang auf Terrassen. Sie können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, am meisten verbreitet sind Sichtschutzzäune aus Holz und Metall. Beide benötigen eine besondere Pflege, wenn der Zaun lange halten soll.

Sichtschutzzäune aus Metall:

Diese Zäune sind relativ unempfindlich gegenüber Wind und Wetter und sie lassen sich leicht reinigen. Mit einem Hochdruckreiniger und einem beliebigen Reinigungsmittel sind sie gut zu säubern. Es ist allerdings wichtig, einen Metall-Sichtschutzzaun regelmäßig nach Roststellen abzusuchen, besonders kurz über dem Boden. Auftretender Rost sollte regelmäßig mit einem Rostkiller entfernt werden, je nach Umfang der Roststelle lohnt sich auch eine Behandlung mit Rostschutzmittel. Lackierte Zäune sollten ca. alle 10 Jahre neu lackiert werden, wenn der Lack stumpf wird oder Blasen wirft natürlich auch eher. Besondere Vorsicht ist bei Sichtschutzzäunen aus Edelstahl geboten, diese Material verkratzt sehr schnell und sollte daher nur mit einem weichen Schwamm und einem milden Reinigungsmittel gereinigt werden.

Sichtschutzzäune aus Holz:

Holzzäune sind etwas aufwendiger in der Pflege als Metallzäune, sie benötigen durchschnittlich einmal im Jahr einen neuen Schutzanstrich, abhängig von der verwendeten Holzsorte. Spezielle Holzsorten wie Teak müssen nicht so oft behandelt werden. Für die Schutzlackierung kann durchaus auf ein Qualitätsprodukt zurückgegriffen werden, es gibt viele spezielle Lacke, die für den Einsatz bei starker Witterung ausgelegt sind. Vor der Neulackierung empfiehlt es sich, den Zaun sorgfältig zu reinigen und eine Grundierung aufzutragen, die das Holz besonders saugfähig macht, damit der neue Lack einziehen und das Holz schützen kann. Die Reinigung ist unkompliziert, ein Hochdruckreiniger kann auch auf Holz eingesetzt werden. Der Druck sollte aber nicht zu hoch sein, damit der Schutzlack nicht beschädigt wird. Besonders empfindlich sind Holzzäune im Bereich an und unter der Erdoberfläche. Hier steht oftmals Wasser und daher sollten diese Stellen besonders häufig kontrolliert werden. Wird ein durchgefaulter Balken rechtzeitig bemerkt, kann er schnell ausgewechselt werden, ohne dass der komplette Zaun neu aufgebaut werden muss.

Sichtschutzzäune aus anderen Materialien:

Neben den beiden oben genannten, weit verbreiteten Sichtschutzzäunen gibt es auch viele andere Möglichkeiten, einen Garten oder eine Terrasse blickdicht zu machen. Sichtschutzzäune aus Bambusmatten sind zum Beispiel ebenfalls recht beliebt. Diese halten aber bei weitem nicht so lange, wie massive Zäune. Originalbambus ist schwierig zu reinigen, da die dünnen Streben recht schnell brechen, außerdem müssen die Bambusmatten spätestens alle drei Jahre ersetzt werden, da der Bambus bei Wind und Wetter schnell unansehnlich wird. Eine Alternative sind Bambusmatten, die aus Kunststoff hergestellt werden, diese lassen sich schnell und einfach reinigen und halten bis zu fünf Jahre, bevor sie ausgetauscht werden sollten.

Mit der richtigen Pflege kann ein Sichtschutz beinahe ewig halten, ohne dass große Teile ausgetauscht werden müssen. Ein gut gepflegter Zaun kann außerdem sehr dekorativ sein und dem eigenen Garten das gewisse Etwas verleihen.